Melone
Als Melone bezeichnet man vor allem in subtropischen Gebieten kultivierte Gewächse mit großen, saftreichen Beeren-Früchten. Sie gehören zur Familie der Kürbisgewächse (Cucurbitaceae). Der deutsche Name ist über italienisch melone bzw. mittellateinisch melon von lateinisch melo (Genitiv melōnis) „Melone“, insbesondere „Zuckermelone“, abgeleitet. Dieses ist die Kurzform von melopepo („apfelförmige Melone, Apfelpfebe“), einem lateinischen Fremdwort zu gleichbedeutend altgriechisch μηλοπέπων mēlopépōn.
Es wird hauptsächlich zwischen Zuckermelonen und Wassermelonen unterschieden.
Melonen werden in der Botanik nicht als engere Verwandtschaftsgruppe angesehen: Die Zuckermelonen sind näher verwandt mit den Gurken (gemeinsam in der Gattung Cucumis) als mit den Wassermelonen (Gattung Citrullus).
Die Frucht wird aufgrund der festen Schale als Panzerbeere bezeichnet.
- ↑ Otto Beßler: Prinzipien der Drogenkunde im Mittelalter. Aussage und Inhalt des Circa instans und Mainzer Gart. Mathematisch-naturwissenschaftliche Habilitationsschrift, Halle an der Saale 1959, S. 202 (Melon – melonen).
- ↑ Für die lateinischen Begriffe vergleiche Stichwörter in Karl Ernst Georges: Ausführliches lateinisch-deutsches Handwörterbuch. 8., verbesserte und vermehrte Auflage. Band 2. Hahnsche Buchhandlung, Hannover 1918 (Digitalisate bei Zeno.org: melo [2] und melopepo). Siehe auch Stichwort pepo: Pfebe ist ein Lehnwort der lateinischen Ableitung pepo von πέπων, Vgl. auch Bernhard Schnell: Der deutsche „Macer“: Vulgatfassung. Mit einem Abdruck des lateinischen Macer floridus ‘De viribus herbarum’ kritisch herausgegeben (= Texte und Textgeschichte. Würzburger Forschungen. Band 50). Niemeyer, Tübingen 2003, ISBN 3-484-36050-X, S. 394 (pepo: Cucumis melo L., Melone; phedem: pepones).
- ↑ Für die griechischen Begriffe: Μηλοπέπων Mēlopépōn ist zusammengesetzt aus μῆλον mḗlon „Apfel“ und πέπων pépōn „Kürbis, Pfebe“. Vergleiche Stichwörter in Wilhelm Pape, Max Sengebusch (Bearb.): Handwörterbuch der griechischen Sprache. Griechisch-deutsches Handwörterbuch. 3. Auflage. Band 2. Vieweg & Sohn, Braunschweig 1914 (Digitalisate bei Zeno.org: μηλο-πέπων, μῆλον [2] und πέπων).