Melperon

Strukturformel
Allgemeines
Freiname Melperon
Andere Namen
  • 1-(4-Fluorphenyl)-4-(4-methylpiperidin-1-yl)butan-1-on (IUPAC)
  • 4′-Fluor-4-(4-methyl­piperidino)butyro­phenon
Summenformel C16H22FNO
Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer
ECHA-InfoCard 100.107.027
PubChem 15387
ChemSpider 14646
DrugBank DB09224
Wikidata Q415972
Arzneistoffangaben
ATC-Code

N05AD03

Wirkstoffklasse
Wirkmechanismus

Blockade postsynaptischer D2-Rezeptoren im mesolimbischen bzw. mesokortikalen System

Eigenschaften
Molare Masse 263,35 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Schmelzpunkt

209–211 °C (Melperonhydrochlorid)

Sicherheitshinweise
Bitte die Befreiung von der Kennzeichnungspflicht für Arzneimittel, Medizinprodukte, Kosmetika, Lebensmittel und Futtermittel beachten
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung

Achtung

H- und P-Sätze H: 302312332319
P: 201261271280
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).

Melperon ist ein Neuroleptikum mit einem Butyrophenon-Grundgerüst. Die antipsychotische Potenz (Referenz ist Chlorpromazin) ist der sedativen Komponente unterlegen. Es wird vor allem bei Erregungs- und Spannungszuständen sowie Schlafstörungen eingesetzt. Melperon hat eine sehr niedrige Inzidenz der sogenannte EPS (extrapyramidale Störungen), es hat im Vergleich mit anderen mittel- und niederpotenten Neuroleptika einen geringen Einfluss auf das Herz-Kreislauf-System und eine sehr geringe delir-induzierende Wirkung, so dass es häufig bei gerontopsychiatrischen Patienten Einsatz findet.

  1. 1 2 INN Recommended List 16. In: who.int. 9. Oktober 1976, abgerufen am 31. August 2024 (englisch).
  2. The Merck Index: An Encyclopedia of Chemicals, Drugs, and Biologicals. 14. Auflage. Merck & Co., Whitehouse Station NJ 2006, ISBN 0-911910-00-X, S. 1006.
  3. 1 2 Registrierungsdossier zu 1-(4-fluorophenyl)-4-(4-methylpiperidin-1-yl)butan-1-one (Abschnitt GHS) bei der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA), abgerufen am 7. Juli 2020.