Mikroalbuminurie
| Klassifikation nach ICD-10 | |
|---|---|
| R80 | Isolierte Proteinurie Albuminurie o. n. A. |
| ICD-10 online (WHO-Version 2019) | |
Mikroalbuminurie bezeichnet die Ausscheidung erhöhter Mengen Albumin mit dem Urin. Bei Menschen mit Diabetes mellitus oder Bluthochdruck wird eine Mikroalbuminurie bei etwa 10 bis 40 % der Betroffenen gefunden. In der Normalbevölkerung liegt die Häufigkeit der Mikroalbuminurie bei ca. 5 bis 7 %. Die Höhe der Albuminausscheidung ist ein unabhängiger Risikofaktor für das spätere Auftreten einer Nierenerkrankung, von Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt, Schlaganfall oder Durchblutungsstörungen und für eine erhöhte Mortalität. Therapien, welche die Albuminausscheidung senken, vermindern auch das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Individuelle Unterschiede in der Höhe der Albuminausscheidung sind bereits kurz nach der Geburt nachweisbar und spiegeln wahrscheinlich individuelle Unterschiede in der Funktion der Endothelzellen, der innersten Zellschicht der Blutgefäße, wider.
- ↑ Beim erwachsenen Menschen 20 bis 200 mg/l oder 30 bis 300 mg pro Tag
- ↑ G. Herold: Innere Medizin. 2010, S. 577.
- ↑ D. de Zeeuw: Microalbuminuria as an Early Marker for Cardiovascular Disease. In: J Am Soc Nephrol. Nr. 17, 2006, S. 2100–2105 (asnjournals.org).
- ↑ M. R. Weir: Microalbuminuria and Cardiovascular Disease. In: Clin J Am Soc Nephrol. Nr. 2, 2007, S. 581–590 (asnjournals.org).