Mikrodaten

Als Mikrodaten (oder Mikroebene, Einzeldaten) wird in den Wirtschaftswissenschaften die kleinste Aggregationsebene von Daten in einem Staat bezeichnet, die aus den Daten der einzelnen Wirtschaftssubjekte (Privathaushalte, Unternehmen) besteht. Pendant sind die Makrodaten.

Die Mehrebenenanalyse der Sozialwissenschaften untersucht unter anderem hierarchisch strukturierte Daten, die bei einzelnen Personen beginnen und aufsteigend auf der Makroebene des Staates (Bevölkerung) enden. Sie unterstellt, dass es zwischen der Mikroebene und der Makroebene Abhängigkeiten gibt wie etwa das individuelle Konsumverhalten mit seiner Abhängigkeit vom allgemeinen Güterangebot. Zwischen beide Ebenen wird zuweilen noch die Mesoebene gestellt.

  1. Dieter Nohlen/Rainer-Olaf Schultze, Lexikon der Politikwissenschaft, Band I, 2010, S. 588
  2. Hanns Wienold/Otthein Rammstedt/Rüdiger Lautmann/Werner Fuchs-Heinritz, Lexikon zur Soziologie, 1994, S. 432