Millard-Gubler-Syndrom

Klassifikation nach ICD-10
G46.3 Hirnstammsyndrom – Millard-Gubler-Syndrom
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ICD-10 online (WHO-Version 2019)
Klassifikation nach ICD-11
8B26.0 Hirnstamm-Schlaganfall-Syndrom
ICD-11: EnglischDeutsch (Vorabversion)

Das Millard-Gubler-Syndrom tritt bei einer Schädigung des Hirnstammes als alternierende Hirnstammläsion auf und wird auch als Sequenz des kaudalen Brückenfußes definiert.

Synonyme sind: Millard-Syndrom; Gubler-Syndrom; Gubler-Lähmung; lateinisch Hemiplegia cruciata abducentis inferior; Raymond-Foville-Syndrom, Abduzens-Fazialis-Syndrom.

Die Erstbeschreibung erfolgte im Jahre 1856 durch die französischen Ärzte Auguste Louis Jules Millard (1830–1915) und Adolphe Marie Gubler (1821–1897).

Das Syndrom ist nicht mit dem Foville-Syndrom zu verwechseln.

  1. Bernfried Leiber (Begründer): Die klinischen Syndrome. Syndrome, Sequenzen und Symptomenkomplexe. Hrsg.: G. Burg, J. Kunze, D. Pongratz, P. G. Scheurlen, A. Schinzel, J. Spranger. 7., völlig neu bearb. Auflage. Band 2: Symptome. Urban & Schwarzenberg, München u. a. 1990, ISBN 3-541-01727-9.