Mistkäfer
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Waldmistkäfer (Anoplotrupes stercorosus) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Geotrupidae | ||||||||||||
| Latreille, 1802 |
Die Mistkäfer (Geotrupidae) sind eine Familie der Käfer innerhalb der Überfamilie Scarabaeoidea. Sie wurden früher als Unterfamilie zur Familie der Blatthornkäfer (Scarabaeidae) gezählt. Bis vor kurzem wurde ihr auch die jetzige Familie Bolboceratidae als Unterfamilie zugerechnet. Diese wurde aber von Browne & Scholtz 1995 in den Familienrang erhoben. Die Tiere leben in Wäldern, auf Feldern und in der Steppe. Bekannt sind etwas mehr als 150 Arten, 59 davon in Europa, in Mitteleuropa 11 in sechs Gattungen.
Die Käfer sind 10 bis 45 Millimeter lang. Sie haben eine dunkelbraune, violette oder schwarze Farbe, häufig metallisch schimmernd. Der Kopf ist nicht nach unten gekrümmt. Die Facettenaugen sind bei den Geotrupinae vollständig, ansonsten teilweise durch einen Canthus getrennt, die Ommatidien sind voll entwickelt (eucon). Der Epipharynx ist abgerundet und hat bei den Lethrinae einen eingekerbten Vorderrand; bei den anderen Unterfamilien ist er gerade. Die Fühler sind bei den Geotrupinae und den Lethrinae 11-gliedrig, bei den Taurocerastinae 10-gliedrig und tragen eine dreigliedrige Keule. Die Mandibeln sind bei den Taurocerastinae und den Geotrupinae langgestreckt, an der Spitze doppelt gezähnt und haben mesal eine Bürste und Verbindung. Bei den Lethrinae unterscheiden sie sich zwischen den Männchen und Weibchen; bei ersteren sind sie größer. Sie sind außerdem stark sklerotisiert Molaroberflächen und Bürste sind asymmetrisch gezahnt. Die Maxillarpalpen sind viergliedrig, die Labialpalpen gewöhnlich auch, bei den Lethrinae haben sie jedoch drei Glieder. Bei den Lethrinae ist die Maxilla stark modifiziert. Ein Empodium ist ausgebildet. Der dorsodistale Grat der Flügelader 2Ax hat einen langen und gekrümmten Apex und einen auffällig langen anterioren Bereich. Die Querader ScA-BR von 1BP ist ausgebildet. Die Stigmen am ersten bis achten Hinterleibssegment sind funktional. Das Stigma des ersten Hinterleibssegments befindet sich bei den Geotrupinae und Lethrinae am Sternit, die Stigmen II bis VII in der Pleuralmembran, bei der Gattung Geotrupes befindet sich das Stigma des achten Hinterleibssegment am Tergit, ansonsten ebenso in der Pleuralmembran. Bei den Taurocerastinae befindet sich das Stigma des ersten bis siebten Hinterleibssegments in der Pleuralmembran, das des achten am Tergit. Nur bei den Geotrupinae ist ein Zentralnervensystem bekannt, bei dem die Ganglien des Meso- und Metathorax miteinander teilweise verbunden und alle Ganglien des Hinterleibs mit dem Metathorax verbunden sind.