Mitochondrium
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Als Mitochondrium oder Mitochondrion (altgriechisch μίτος mitos ‚Faden‘ und χονδρίον chondrion ‚Körnchen‘; veraltet Chondriosom) wird ein Zellorganell bezeichnet, das von einer Doppelmembran umschlossen ist und eine eigene Erbsubstanz enthält, die mitochondriale DNA. Mitochondrien kommen als kugel- oder röhrenförmige Gebilde in den Zellen fast aller Eukaryoten vor, nicht aber bei Prokaryoten.
Mitochondrien regenerieren über die Atmungskette das energiereiche Molekül Adenosintriphosphat (ATP). Neben dieser oxidativen Phosphorylierung erfüllen sie weitere essentielle Aufgaben für die Zelle, beispielsweise sind sie an der Bildung von Eisen-Schwefel-Clustern beteiligt. Zudem betreiben sie eine eigene Fettsäuresynthese (mtFASII), welche essentiell für die mitochondriale Biogenese und Zellatmung ist.
- ↑ Wilhelm Gemoll: Griechisch-Deutsches Schul- und Handwörterbuch. München/Wien 1965.
- ↑ Emil Heitz: Die strukturellen Beziehungen zwischen pflanzlichen und tierischen Chondriosomen. In: Zeitschrift für Naturforschung. 12b/1957, S. 576–578, doi:10.1515/znb-1957-8-916
- ↑ Alexander J. Kastaniotis, Kaija J. Autio, Juha M. Kerätär, Geoffray Monteuuis, Anne M. Mäkelä, Remya R. Nair, Laura P. Pietikäinen, Antonina Shvetsova, Zhijun Chen, J. Kalervo Hiltunen: Mitochondrial fatty acid synthesis, fatty acids and mitochondrial physiology. In: Biochimica et Biophysica Acta (BBA) - Molecular and Cell Biology of Lipids. Band 1862, Nr. 1, Januar 2017, S. 39–48, doi:10.1016/j.bbalip.2016.08.011 (elsevier.com).