Modaladverbial

Modaladverbial oder Modalbestimmung ist in der deutschen Grammatik eine Bezeichnung für eine Bedeutungsklasse der Adverbiale, also einer Funktion von Satzgliedern. Der enthaltene Wortbestandteil „modal“ ist für sich genommen mehrdeutig. In der Germanistik bezieht sich die Bezeichnung Modaladverbial in der Regel auf „Modus“ im Sinne von „Art / Verfahrensweise“ (gemeint ist dann also nicht Modalität im Sinne von Möglichkeit oder Notwendigkeit). Modaladverbiale in diesem Sinn machen Angaben zur Art und Weise oder zur Intensität eines Vorgangs oder zu einigen weiteren verwandten Bedeutungskategorien. Die genaue Anzahl der Unterklassen wird unterschiedlich angegeben; jedenfalls ist der Begriff weiter gefasst als „Art und Weise“, nicht deckungsgleich damit.

In manchen Grammatiken begegnet ein ähnlich gelagerter Begriff modifikatives Adverbial, der enger eingegrenzt ist, aber auch nicht ausschließlich Art und Weise betrifft.

Wie es für Adverbiale generell der Fall ist, sind Modaladverbiale über ihre Bedeutungsfunktion definiert und können Ausdrücke verschiedener Wortarten umfassen. Häufig sind in dieser Funktion Präpositionalphrasen („mit großer Sorgfalt“), Nebensätze (sogenannte Modalsätze, z. B. „wie es sich gehört“) oder Adjektive („schnell, sorgfältig“ wie in „schnell/sorgfältig arbeiten“). Als Modaladverb (ähnlich: modifikatives Adverb) bezeichnet man ein Einzelwort gleichartiger Funktion, das im Gegensatz zu Adjektiven unveränderlich ist und sich auch sonst keiner anderen Wortart eindeutig zuordnen lässt, z. B. „flugs, blindlings, gerne“.