Mohamedou Ould Slahi
Mohamedou Ould Slahi (arabisch محمد ولد صلاحي, DMG Muḥammad Walad Ṣalāḥī; * 21. Dezember 1970 in Rosso, Mauretanien) ist ein mauretanischer Autor und galt als ehemaliger Angehöriger der islamistischen Terrororganisation Al-Qaida.
Slahi galt den USA als eine Schlüsselfigur der Al-Qaida. Er war von 2002 bis 2016 ein Gefangener der US-Ermittlungsbehörden in Guantánamo. Auszüge aus seinem dort begonnenen Tagebuch wurden unter dem Titel Guantanamo Diary veröffentlicht. Ein US-Bundesrichter ordnete im März 2010 an, dass Slahi freizulassen sei. Das Berufungsgericht gab jedoch dem Einspruch der US-Regierung statt, sodass der Beschluss zur Freilassung nicht rechtskräftig wurde. Im Oktober 2016 wurde er in sein Heimatland Mauretanien gebracht.
- ↑ The Guantanamo Files. ( vom 29. April 2011 im Internet Archive) In: wikileaks.ch
- ↑ Ian Cobain: Guantánamo diarist Mohamedou Ould Slahi: chronicler of fear, not despair. In: The Guardian. 16. Januar 2015, abgerufen am 7. März 2021 (englisch).
- ↑ WDR2 - Spuren der Anschläge vom 11. September 2001 führen ins Ruhrgebiet ( vom 8. April 2008 im Internet Archive) In: WDR Bericht vom 10. September 2007.
- ↑ 14 Jahre US-Gefangenschaft: Häftling von „Guantanamo-Tagebuch“ ist frei. Spiegel Online, 17. Oktober 2016.
- ↑ Detainee Transfer Announced. Abgerufen am 6. März 2021 (amerikanisches Englisch).