Molekülorbitaltheorie

Die Molekülorbitaltheorie (kurz MO-Theorie) ist neben der Valenzbindungstheorie (VB-Theorie) eine von zwei komplementären Möglichkeiten, die Elektronenstruktur von Molekülen zu beschreiben. Beim MO-Verfahren werden über das Molekül delokalisierte Molekülorbitale durch eine Linearkombination der Atomorbitale aller Atome eines Moleküls (LCAO:englisch linear combination of atomic orbitals) gebildet. Dabei wird zwischen bindenden und antibindenden Molekülorbitalen unterschieden. Das Verfahren wurde (etwas später als das VB-Verfahren) von Friedrich Hund und Robert S. Mulliken entwickelt.

  1. Ian Fleming, Ian Fleming, Podlech, Joachim: Molekülorbitale und Reaktionen organischer Verbindungen. 1. Auflage. Wiley-VCH-Verl, Weinheim 2012, ISBN 978-3-527-33069-0, S. 1–11.