Monodnaviren
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| Floreoviria, Pleomoviria | ||||||
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| Efunaviria, Singelaviria | ||||||
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Virionen des Filamentösen Bakteriophagen fd, | ||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||
| Efunaviria, Singelaviria | ||||||
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Monodnaviren bezeichnet als informelle Sammelbezeichnung die DNA-Viren der Realms Efunaviria, Volvereviria, Pleomoviria und Floreoviria. Alle vier sind für sich monotypisch und umfassen jeweils nur ein einziges Reich, nämlich Loebvirae, Sangervirae, Trapavirae respektive Shotokuvirae. Viren in den ersten drei Realms bzw. Reichen infizieren Prokaryonten (Bakterien oder Archaeen), die Viren der Shotokuvirae infizieren dagegen Eukaryonten.
Die Monodnaviren galten seit 2019/2020 bis März 2026 in ihrer Gesamtheit als ein einziger Realm Monodnaviria und umfassen die meisten identifizierten Einzelstrang-DNA-Viren (ssDNA-Viren) sowie eine Reihe von Doppelstrang-DNA-Viren (dsDNA-Viren).
Insbesondere gehören zu diesen alle ssDNA-Viren, die für eine Endonuklease der HUH-Superfamilie kodieren, die eine so genannte Rolling-Circle-Replikation (englisch rolling circle replication, RCR) des zirkulären Virusgenoms initiiert. Diese Mitglieder werden oft als CRESS-DNA-Viren bezeichnet (Realm Floreoviria).
Neben diesen hauptsächlichen Mitgliedern der Monodnaviren umfasst diese Sammelbezeichnung auch einige andere „atypische“ Viren und Virusgruppen (Kladen) mit abweichendem Aufbau ein, die zu den drei anderen Realms gehören. Diese replizieren (vermehren sich) dann meist auf andere Weise als durch Rolling-Circle-Replikation. Dazu gehören einige lineare ssDNA-Viren, aber auch einige zirkuläre dsDNA-Viren.
Die Monodnaviren haben sich offenbar mehrfach unabhängig voneinander aus zirkulären, die HUH-Endonuklease kodierenden, prokaryotischen Plasmiden entwickelt zu haben. In ihrer Gesamtheit werden sie daher als polyphyletisch angesehen, weshalb sie 2026 in vier einzelne Realms aufgeteilt wurden. Auch die eukaryotischen Monodnaviren scheinen mehrfach durch genetische Rekombinationsereignisse entstanden zu sein, bei denen Desoxyribonukleinsäure (DNA) aus den genannten Plasmiden mit Kapsidproteinen bestimmter RNA-Viren verschmolzen wurde.
Die CRESS-DNA-Viren des Reichs Shotokuvirae werden mit einer Vielzahl von Krankheiten in Verbindung gebracht. Darunter sind Krankheiten bei wirtschaftlich wichtigen Nutzpflanzen sowie eine Vielzahl von Krankheiten bei Tieren einschließlich des Menschen. Zu den atypischen Mitgliedern des Reiches gehört die Klasse der Papovaviricetes mit den Papillomviren (Papillomaviridae) und Polyomaviren (Polyomaviridae), von denen bekannt ist, dass sie verschiedene Krebsarten verursachen. Viele Monodnaviren können sich in die DNA ihrer Wirte integrieren und weisen eine relativ hohe Rate an genetischen Mutationen und Rekombinationen auf.