Monolatrie

Unter Monolatrie (aus griech. μόνος mónos „einzig“ und λατρεία latreía „Gottesdienst“) versteht man die Verehrung nur einer einzigen Gottheit als Stammes-, Volks-, National- oder Landesgott, der neben anderen Göttern einer ethnischen Götterwelt steht. Ein ähnlicher Begriff ist der Henotheismus, der jedoch eine zeitliche Begrenzung der Verehrung enthält. Der Begriff der Polylatrie beschreibt die Verehrung mehrerer Gottheiten.

  1. Hans Waldenfels: Kontextuelle Fundamentaltheologie. Schöningh, Paderborn 1985, S. 113.
  2. Jan Assmann: Gott und die Götter. S. 29–51 In: Gesine Palmer (Hrsg.): Fragen nach dem einen Gott. Die Monotheismusdebatte im Kontext. Mohr Siebeck, Tübingen 2007, ISBN 978-3-16-149234-1, S. 29 (auf archiv.ub.uni-heidelberg.de archiv.ub.uni-heidelberg.de)
  3. Michaela Bauks: Stichwort: Monotheismus (AT), WiBiLex (Wissenschaftliches Bibellexikon im Internet), Mai 2007, abgerufen am 27. Juli 2020.
  4. Klaus Koch: Šaddaj: Zum Verhältnis zwischen israelitischer Monolatrie und nordwest-semitischem Polytheismus. Vetus Testamentum, Vol. 26, Fasc. 3 (Jul., 1976), S. 299–332, doi:10.2307/1517300