Monolithischer Kernel
Ein monolithischer Kernel ist ein Kernel, in dem nicht nur Funktionen zu Speicher- und Prozessverwaltung und zur Kommunikation zwischen den Prozessen, sondern auch Treiber für die Hardwarekomponenten und möglicherweise weitere Funktionen direkt eingebaut sind. Dadurch haben fast alle Komponenten eines monolithischen Kernels einen gemeinsamen nutzbaren Adressraum, während Mikrokernel vorzugsweise Speicherschutz über MMU-Hardware auch für Kernel-Aufgaben einsetzen, was laut deren Befürwortern die Stör-Anfälligkeit reduzieren soll.
Für die Treiber werden keine zusätzlichen Programme und keine MMU-Adressraum-Umschaltungen und/oder TLB-Invalidierungen benötigt – ein Geschwindigkeitsvorteil monolithischer gegenüber einem Mikrokernel.
Die Möglichkeit zur Portierung wird oft durch ein geschicktes internes Abstraktionsmodell umgesetzt, das die hardwarespezifischen Funktionen von den allgemeinen trennt. So kann auch in einer monolithischen Kernelarchitektur ein Höchstmaß an Portabilität auf andere Hardwareplattformen erreicht werden.