Kongenitales Megakolon
| Klassifikation nach ICD-10 | |
|---|---|
| Q43.1 | Hirschsprung-Krankheit |
| ICD-10 online (WHO-Version 2019) | |
| Klassifikation nach ICD-11 | |
|---|---|
| LB16.1 | Hirschsprung-Krankheit |
| ICD-11: Englisch • Deutsch (Vorabversion) | |
Beim kongenitalen Megakolon (Synonyma: Megacolon congenitum, angeborenes Megakolon, aganglionotisches Megakolon, Hirschsprung-Krankheit, Morbus Hirschsprung oder Hirschsprungsche Krankheit) handelt es sich um eine angeborene Erkrankung des Dickdarms aus der Gruppe der Aganglionosen. Dabei fehlen in einem Abschnitt des Dickdarms Nervenzellen, wodurch sich die dortige Muskulatur zusammenzieht und den Darm verengt. Der Stuhl staut sich vor der Engstelle, wodurch sich der davorliegende Teil des Darms erweitert (dilatiert).
Erwähnt wurde diese Krankheit erstmals 1691 von dem niederländischen Mediziner Frederik Ruysch.
- ↑ Gerald Neitzke: Hirschsprung-Krankheit. In: Werner E. Gerabek, Bernhard D. Haage, Gundolf Keil, Wolfgang Wegner (Hrsg.): Enzyklopädie Medizingeschichte. De Gruyter, Berlin / New York 2005, ISBN 3-11-015714-4, S. 603.