Morbus Menière
| Klassifikation nach ICD-10 | |
|---|---|
| H81.0 | Menière-Krankheit |
| ICD-10 online (WHO-Version 2019) | |
| Klassifikation nach ICD-11 | |
|---|---|
| AB31.0 | Menière-Krankheit |
| ICD-11: Englisch • Deutsch (Vorabversion) | |
Morbus Menière ist eine Erkrankung des Innenohres, gekennzeichnet durch:
- Anfälle von Schwindel (Vertigo),
- Hörverlust,
- Phantomgeräusche (Tinnitus, „Ohrensausen“).
Treten diese drei Symptome gemeinsam auf, spricht man von der Menière’schen Trias. Die Ursachen des Morbus Menière sind nicht bekannt. Es gibt einige Behandlungsmethoden, die den Krankheitsverlauf günstig beeinflussen können, jedoch zum Teil kontrovers beurteilt werden.
Die Erkrankung tritt meist zwischen dem 40. und 60. Lebensjahr auf und betrifft Frauen etwas häufiger als Männer.
Der Name geht auf den französischen Ohrenarzt Prosper Menière (Paris, 1799–1862) zurück, der die Symptome erstmals 1861 beschrieb und sie dem Innenohr (mit Gehör und Gleichgewichtsorgan) zuordnete.
- ↑ J. P. Harris, T. H. Alexander: Current-day prevalence of Ménière’s syndrome. In: Audiol Neurootol. 15(5), 2010, S. 318–322. PMID 20173319
- ↑ Méniere: Sur une forme de surdité grave dépendant d’une lésion de l’oreille interne [On a form of severe deafness dependent on a lesion of the inner ear]. In: Bulletin de l’Académie impériale de médecine, 1861, 26, S. 241; gallica.bnf.fr