Morbus Waldenström
| Klassifikation nach ICD-10 | |
|---|---|
| C88.0 | Makroglobulinämie Waldenström |
| ICD-10 online (WHO-Version 2019) | |
Der Morbus Waldenström (MW), auch Makroglobulinämie oder Immunozytom genannt, ist eine maligne Lymphomerkrankung. Sie wird zu den indolenten (d. h. langsam fortschreitenden und wenig Symptome verursachenden) B-Zell-Non-Hodgkin-Lymphomen gezählt, und zwar unter die Oberkategorie der lymphoplasmozytischen Lymphome. Die Erkrankung ist typischerweise verbunden mit einer abnormen Produktion von monoklonalem Immunglobulin M (IgM) durch die Lymphomzellen. In bestimmten Aspekten hat der Morbus Waldenström Ähnlichkeit mit dem Multiplen Myelom (Plasmozytom), er zeigt jedoch einen wesentlich gutartigeren Verlauf.
Die Erkrankung trägt ihren Namen nach Jan Gösta Waldenström (1906–1996), einem schwedischen Internisten, der die Erkrankung 1944 erstmals wissenschaftlich beschrieb.
- ↑ Onkologie, Hämatologie - Daten und Informationen: 4 Lymphoplasmozytisches Lymphom (einschließlich Morbus Waldenström): 4.1 Definition, Pathologie, Genetik, gesehen 18.12.2016: "Das lymphoplasmozytische Lymphom (LPL) ist eine reifzellige B-Zell-Neoplasie vom kleinzelligen Typ nach der WHO-Klassifikation. Von einem Morbus Waldenström bzw. einer Makroglobulinämie Waldenström (MW) spricht man bei Nachweis eines monoklonalen IgM jeglicher Konzentration und einer Knochenmarkinfiltration, was bei ca. 30 % der LPL der Fall ist."
- ↑ J. G. Waldenström: Incipient myelomatosis or „essential“ hyperglobulinemia with fibrinogenopenia - a new syndrome? In: Acta Medica Scandinavica. Stockholm, 117, 1944, S. 216–247.