Morning-Glory-Syndrom

Klassifikation nach ICD-10
Q14.2 Kolobom der Papilla nervi optici
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ICD-10 online (WHO-Version 2019)

Das Morning-Glory-Syndrom (englisch: morning glory disc anomaly, abgekürzt MGDA, oder morning glory syndrome) bezeichnet eine einseitige angeborene Anomalie des Sehnerveneintritts in den Augapfel. Dabei ist die stark vergrößerte und trichterförmig exkavierte rötliche Sehnervenpapille in der Mitte weißlich verfärbt und von einem breiten grauen chorioretinalen (Ader- und Netzhaut) Pigmentsaum umgeben. Dieser Pigmentsaum erinnert an die Blüte der Himmelblauen Prunkwinde (Ipomoea tricolor), die auf Englisch Morning Glory heißt. Deswegen spricht man auch von der Morning-Glory-Papille oder von einer Morning-Glory-Anomalie.

  1. Maxim Zetkin, Herbert Schaldach: Lexikon der Medizin, 16. Auflage, Ullstein Medical, Wiesbaden 1999, ISBN 978-3-86126-126-1, S. 1319.
  2. Mitchell B. Strominger: Morning Glory Syndrome. In: American Academy of Ophthalmology, 14. Oktober 2015. Knights Templar Eye Foundation: Pediatric Ophthalmology Education Center. Abruf am 9. März 2023.