Mortarium

Als Mortarium (lateinisch, „Reibschüssel“ oder „-schale“) wurden im Römischen Reich Gefäße bezeichnet, die zum Zerreiben und Mischen von Milchprodukten, Kräutern und Gewürzen verwendet wurden. Später und heute verwendet man in der Küche für diese Tätigkeit meist einen Mörser aus härterem Material zusammen mit einem Pistill (Stampfer). Den schriftlichen Quellen zufolge konnten diese Gefäße aus sehr unterschiedlichen Materialien hergestellt sein, aber im archäologischen Fundgut lassen sich fast ausschließlich solche aus Keramik nachweisen.

  1. Vgl. etwa Wouter S. van den Berg (Hrsg.): Eene Middelnederlandsche vertaling van het Antidotarium Nicolaï (Ms. 15624–15641, Kon. Bibl. te Brussel) met den latijnschen tekst der eerste gedrukte uitgave van het Antidotarium Nicolaï. Hrsg. von Sophie J. van den Berg. E. J. Brill, Leiden 1917, S. 242 (Mortarium: Im Antidotarium Nicolai: mortarium marmoreum cum pistello ferreo und mortarium aerum).