Stechmücken

Stechmücken

Gelbfiebermücke (Aedes aegypti)

Systematik
Klasse: Insekten (Insecta)
Ordnung: Zweiflügler (Diptera)
Unterordnung: Mücken (Nematocera)
Teilordnung: Stechmückenartige (Culicomorpha)
Überfamilie: Culicoidea
Familie: Stechmücken
Wissenschaftlicher Name
Culicidae
Meigen, 1818
Unterfamilien

Stechmücken (Culicidae) sind eine Familie von Insekten innerhalb der Ordnung der Zweiflügler. Im bundesdeutschen und im Schweizer Hochdeutsch werden die Insekten als Mücken bezeichnet, im österreichischen Hochdeutsch als Gelsen. Weltweit gibt es mehr als 3796 Stechmückenarten. In Europa kommen 104 Arten vor, von denen fast alle auch in Mitteleuropa zu finden sind.

Mit Hilfe eines spezialisierten Mundwerkzeuges, des stechend-saugenden Rüssels, können weibliche Stechmücken die Haut ihrer Wirte durchstechen und Blut saugen. Die mit der Blutmahlzeit aufgenommenen Proteine (besonders aus Hämoglobin und Albumin) und Eisen (aus Porphyrin-Verbindungen wie Häme) sind für die Produktion der Eier essentiell. Ansonsten ernähren sich weibliche Stechmücken wie auch die Männchen von Nektar und anderen zuckerhaltigen Pflanzensäften. Unterschiedliche Stechmückenarten können auf verschiedene Wirte oder Wirtsgruppen spezialisiert sein. Bestimmte Stechmücken sind als Krankheitsüberträger von Infektionskrankheiten, zum Beispiel Malaria oder Denguefieber, bedeutend. Stechmücken sind ursächlich für mehr als 800.000 Todesfälle pro Jahr; damit stellen sie das tödlichste Tier für den Menschen dar, mit weitem Abstand vor allen anderen Tieren (abgesehen vom Menschen selbst).

Die stammesgeschichtlich älteste bisher bekannte Stechmücke ist als Inkluse (Einschluss) in etwa 79 Millionen Jahre altem Bernsteinfossil erhalten. Eine ursprünglichere Schwesterart der Stechmücken ist in 90 bis 100 Millionen Jahre altem Bernstein überliefert.

  1. Ulrich Ammon, Hans Bickel, Jakob Ebner, Ruth Esterhammer u. a.: Variantenwörterbuch des Deutschen. Die Standardsprache in Österreich, der Schweiz und Deutschland sowie in Liechtenstein, Luxemburg, Ostbelgien und Südtirol. De Gruyter, Berlin/New York 2004, ISBN 3-11-016574-0.
  2. Systema Dipterorum: Catalogue of Life. In: Catalogue of Life - indexing the world's known species. Naturalis Biodiversity Center, 18. Februar 2022, abgerufen am 8. März 2022 (englisch).
  3. Culicidae bei Fauna Europaea. Archiviert vom Original im Internet Archive.
  4. Guoli Zhou u. a.: Fate of blood meal iron in mosquitoes. In: Journal of Insect Physiology. Band 53, Nr. 11, 2007, S. 1169–1178.
  5. Heiko Werning: Raubtier-Attacken auf Menschen: Wer hat Angst vorm Karnivoren? Auf: taz.de, abgerufen am 22. Februar 2023.
  6. Día Mundial del Mosquito. – Grafiken zur Moskitoausbreitung und The world's dedlies animals Auf: ceab.csic.es vom 21. August 2019 (hier verwendet von der Consejo Superior de Investigaciones Científicas); zuletzt abgerufen am 18. Juli 2023.
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  8. A. Borkent, D. A. Grimaldi: The earliest fossil mosquito (Diptera: Culicidae) in Mid-Cretaceous Burmese amber. In: Annals of the Entomological Society of America. Band 97, Nr. 5, 1. September 2004, S. 882–888 ((Abstract)).