Motorradverkleidung
Als Motorradverkleidung bezeichnet man umgangssprachlich eine ein- oder mehrteilige Schale, die über dem Rahmen (und verschiedenen Anbauteilen) eines Motorrads, insbesondere bei Renn- und Sportmotorrädern, angebracht ist, um den Wind abzulenken und den Luftwiderstand zu verringern. Weitere Funktionen sind der Schutz des Fahrers vor Umwelteinflüssen (Hagel, Regen usw.) und windbedingter Unterkühlung sowie der Schutz der Motorteile im Falle eines Sturzes oder Unfalls. Eine Motorrad-Windschutzscheibe ist allgemein in die Verkleidung einbezogen.
Der Hauptvorteil einer Verkleidung bei Sporttourer- und Tourenmotorrädern ist die Reduzierung des Luftwiderstands, was zu einem geringeren Kraftstoffverbrauch und höheren Geschwindigkeiten bei niedrigerer Motordrehzahl führt, was die Lebensdauer des Motors verlängert.
Ein Motorrad kann eine Front-, eine Heck-, eine Unterbodenverkleidung oder eine beliebige Kombination dieser Elemente aufweisen. Alternativ kann eine einteilige Verkleidung („Vollverkleidung“) das gesamte Motorrad teilweise oder vollständig und sogar den Fahrer umschließen.
Als Material für die Verkleidung kommen Blech, Fiberglas, Kohlefaser, Kunststoff oder anderen Materialien zum Einsatz, die sich relativ leicht an die Motorradform anpassen lassen und vor allem aerodynamischen, aber auch ästhetischen Zwecken dienen. Auch in der Luft- und Raumfahrt wird der Begriff „Verkleidung“ verwendet, hier hauptsächlich unter der englischen Bezeichnung „Fairing“.
- ↑ Tony Foale: Motorcycle Handling and Chassis Design. ISBN 84-933286-3-4, Chapter 5: „Aerodynamics“
- ↑ Craig Vetter Fuel Economy Challenge. better mileage. Living better on less energy. Abgerufen am 2. Mai 2025.