Movida madrileña

Die Movida Madrileña [moˈβiða maðɾiˈleɲa] (spanisch für Madrider Bewegung) war eine Kulturbewegung der städtischen Jugend, welche in den ersten Jahren nach dem Franquismus entstanden ist und bis in die Achtzigerjahre andauerte. Im weiteren Sinn umfasst die Movida auch das Kunstschaffen der Zeit, vor allem des audiovisuellen Ausdrucks. Als Ereignis endete sie in einer Phase zunehmender touristischer Kommerzialisierung und mit einer kulturellen Kanonisierung in Form von ihr gewidmeten Ausstellungen ab Mitte der 1990er Jahre.

Die Konnotation von Movida, von spanisch mover (se) für (sich) bewegen, ist, dass sie sich als Antagonismus auf die franquistische Staatspartei Movimiento Nacional bezieht, die sich in ihrer Kurzform als Movimiento (Bewegung) bezeichnete. So wurde Movida ein politisches Schlagwort. Dennoch hatte die Movida kein erklärtes politisches Programm. Der Einfluss der Beat Generation, der Nouvelle vague und Punk ist erkennbar.

  1. 1 2 Matthieu Trouvé: Histoire politique de l’Espagne après Franco (de 1975 à nos jours) (= Collection Parcours Universitaires – Histoire). Presses Universitaires de Bordeaux, Pessac (Bordeaux) 2024, ISBN 979-1-03001113-5, S. 212–218.