Muʿāwiya I.

Muʿāwiya I. [muˈʕaːwija] (arabisch معاوية بن أبي سفيان, DMG Muʿāwiya b. Abī Sufyān; syrisch-aramäischen Originalnamen Maavia; geboren um 603 in Mekka; gestorben 18. April 680 in Damaskus) gilt in islamischer Tradition als der erste Kalif der Umayyaden (661–680) und Begründer dieser Dynastie. Er gilt als einer der bedeutendsten Herrscher der arabischen Geschichte. Seine Residenzstadt war Damaskus. Die Wahl für Damaskus war möglicherweise auf das Grab von Johannes dem Täufer zurückzuführen, das das Haupt des Johannes als Reliquie beherbergen soll und heute als Umayyaden-Moschee bekannt ist.

  1. Übersetzung modifiziert nach Karl-Heinz Ohlig: Zur Entstehung und Frühgeschichte des Islam. In: Aus Politik und Zeitgeschichte. Nummer 26–27, 25. Juni 2007, ISSN 0479-611X, S. 3–10, hier S. 6 f.