Mulchen

Als Mulchen (mittelhochdeutsch mul ‚zerfallende Erde‘, ‚Staub‘; siehe Mull) oder Schlegeln wird in Gartenbau und Landwirtschaft das klein- oder großflächige Bedecken des Bodens mit unverrotteten organischen Materialien (Mulch) bezeichnet. Als Mulchen in der Landwirtschaft oder in der Landschaftspflege sowie dem Gartenbau auf größeren Flächen bezeichnet man auch das Abmähen mit gleichzeitigem Zerkleinern des Mulchgutes durch Sichel- oder Schlegelmulcher. Mulchen ist ein wichtiger Beitrag zur langfristigen Bodenfruchtbarkeit und Bodengare.

Mulch verringert die Verdunstung des Bodenwassers, reguliert die Bodentemperatur und erhöht mit der organischen Bodensubstanz die pflanzenverfügbare Nährstoffmenge.

Unverrottete organische Materialien, die in Gewässern sedimentieren, werden als Mulm bezeichnet, die Ablagerungen dann als Mudde(n).

  1. Benjamin Ruch, Margita Hefner, Christian Bruns: Marktgärten und Mikrofarming | Nährstoffversorgung, Vorsicht mit Kompost als Mulch - Zum ökologischen Gemüsebau gehört die Verwendung von Kompost ganz selbstverständlich dazu. Werden in Marktgärten große Mengen davon als Mulch ausgebracht, kann dies jedoch zu Problemen führen. Zeitschrift Ökologie & Landbau, 04 | 2023. In: uni-kassel.de