Multimodalität

Multimodalität (lateinisch multi ‚viel‘, lateinisch modus ‚Art‘, ‚Weise‘) bezeichnet im Wesentlichen eine Theorie der Kommunikation und Soziosemiotik. Multimodalität beschreibt Kommunikationsmethoden in Form von textlichen, auditiven, sprachlichen, räumlichen und visuellen Ressourcen bzw. Modalitäten, die zum Erstellen von Nachrichten genutzt werden.

Im Hinblick auf Medien bezeichnet Multimodalität die Nutzung verschiedener Modalitäten (Medien) zum Erzeugen eines einzelnen Artefakts. Die Gruppe dieser Modalitäten oder Elemente beeinflusst, wie Multimodalität sich auf unterschiedliche rhetorische Situationen oder Möglichkeiten zum Verstärken der Rezeption einer Idee oder eines Konzepts durch ein Publikum auswirkt. Sinn wird sowohl durch die Platzierung von Bildern als auch durch die Anordnung der Inhalte erzeugt. Dies ist das Ergebnis der Ablösung von isoliertem Text als primäre Kommunikationsquelle durch Bilder, die im digitalen Zeitalter häufiger genutzt werden.

Multimodalität als Phänomen fand bis zum zwanzigsten Jahrhundert nur geringe allgemeine und wissenschaftliche Beachtung, jedoch waren alle Kommunikations-, Lese-/Schreib- und Kompositionsmethoden schon immer multimodal.

  1. Joddy Murray: Composing Multimodality. In: Multimodal Composition: A Critical Sourcebook. Bedford/St. Martin's, Boston 2013 (englisch).
  2. Christos Varvantakis, Sevasti-Melissa Nolas: Metaphors we experiment with in multimodal ethnography. In: International Journal of Social Research Methodology. Band 22, Nr. 4, 4. Juli 2019, ISSN 1364-5579, S. 365–378, doi:10.1080/13645579.2019.1574953.
  3. Claire Lutkewitte: Multimodal Composition: A Critical Sourcebook. Bedford / St. Martin's, Boston 2013, ISBN 978-1-4576-1549-8 (englisch).
  4. Gunther Kress: Multimodality: A Social Semiotic Approach to Contemporary Communication. Routledge, New York 2010, ISBN 0-415-32060-7 (englisch).