Mundus Novus

Mundus Novus („Neue Welt“) ist der Titel eines Reiseberichts von Amerigo Vespucci aus dem Jahr 1502, der erstmals feststellte, dass es sich bei den seit der Fahrt des Christoph Kolumbus im Jahr 1492 neu entdeckten Landmassen westlich des Atlantik nicht um Asien, sondern um einen bis dahin völlig unbekannten, neuen Kontinent handelte. Diese das damalige Weltbild umstürzende Erkenntnis veranlasste den deutschen Kartographen Martin Waldseemüller auf seiner Weltkarte von 1507, abgeleitet von Vespuccis latinisiertem Vornamen, für den neuen Erdteil die Bezeichnung „Amerika“ vorzuschlagen.