Musch & Lun
Musch & Lun – Bureau für Architektur & Ingenieurbau in Meran, geleitet vom Baumeister Josef Musch (1852–1928) und Ingenieur Carl Lun (1853–1925), war von ca. 1880 bis 1930 ein in künstlerischer und technologischer Hinsicht dominierendes Bauunternehmen in Südtirol. Neben seiner Tätigkeit als Unternehmer war insbesondere Carl Lun auch in verschiedenen Vereinigungen und in der Politik tätig – beides Bereiche, in denen er sich unermüdlich für Aufgaben der Stadtplanung und für die Verwirklichung von Bauten und Projekten einsetzte, welche die wirtschaftliche und soziale Entwicklung Merans und Südtirols förderten. Musch & Lun waren also nicht nur Bauunternehmer, sondern einflussreiche Entrepreneure mit internationalen Netzwerken, von denen wertvolle Impulse für die Realisierung nachhaltig wirksamer wirtschaftlicher und sozialer Initiativen ausgingen.
- ↑ Josef Musch. In: Bettina Schlorhaufer: Berghotels 1890–1930. Südtirol, Nordtirol und Trentino: Bauten und Projekte von Musch & Lun und Otto Schmid. Band 1, Birkhäuser, Basel 2021, ISBN 978-3-0356-2269-0, S. 140.
- ↑ Josef Musch (1852–1928): Geboren in Bozen. Über die Schul- und Studienzeit ist bislang nichts bekannt. 1881 Heirat mit Carl Luns Schwester Maria. Vgl.: Albert Mascotti: Josef Musch & Carl Lun. In: turrisbabel. Nr. 5, Bozen 1986, S. 28–34.
- ↑ Nachruf auf Josef Musch In: Dolomiten. 16. Oktober 1928. (digital.tessmann.it Digitalisat der Teßmann-Bibliothek)
- ↑ Carl Lun und das „Bureau für Architektur und Ingenieurbau Musch & Lun“ in Meran. In: Bettina Schlorhaufer: Berghotels 1890–1930. Südtirol, Nordtirol und Trentino: Bauten und Projekte von Musch & Lun und Otto Schmid. Band 1, Birkhäuser, Basel 2021, ISBN 978-3-0356-2269-0, S. 138–145.
- ↑ Carl Lun (1853–1925): Geboren in Bozen, Gymnasium in Brixen, Matura in Feldkirch. Ab 1872 Studium am Polytechnikum München, ab 1877 an der Technischen Hochschule Wien. Studienabschluss als Ingenieur. Erste berufliche Praxis in Bozen (1878–1880) bei der Bezirkshauptmannschaft, um die Stelle eines Staatsingenieurs zu erlangen. 1880 Übersiedlung nach Meran, um gemeinsam mit Josef Musch das Bureau für Architektur & Ingenieurbau Musch & Lun zu gründen. 1892 bis 1896 politische Tätigkeit im Gemeindeausschuss von Meran, 1896 bis 1908 im Gemeinderat. 1902 bis 1913 gehörte Carl Lun dem Gewerbeausschuss der Handels- und Gewerbekammer in Bozen an. Viele weitere Ämter, z. B. als Mitglied des Verwaltungsrates der Etschwerke in Bozen und im Verein für Alpenhotels. Vgl.: Albert Mascotti: Josef Musch & Carl Lun. In: turrisbabel. Nr. 5, Bozen 1986, S. 28–34.
- ↑ Nachruf auf Karl Lun im Burggräfler vom 11. März 1925. (digital.tessmann.it, Digitalisat der Teßmann-Bibliothek)