Nürnberger Exekutionstag

Der Nürnberger Exekutionstag oder Friedensexekutionskongress diente der Klärung von Fragen, die bei der Beendigung des Dreißigjährigen Krieges durch den Westfälischen Frieden in Osnabrück und Münster offengeblieben waren. Er fand zwischen April 1649 und Juli 1650 in der Reichsstadt Nürnberg statt. Die Ergebnisse wurden im Nürnberger Reichs-Friedens-Rezess bzw. Friedensexekutionshauptrezess vom 16. Junijul. / 26. Juni 1650greg. festgeschrieben, später kurz als „Nürnberger Frieden“ bezeichnet. Behandelt wurden insbesondere Probleme der Demobilisierung, Zahlung von Satisfaktionsgeldern und des Truppenabzuges aus den besetzten Gebieten. Unter Vorsitz der Hauptverhandler Pfalzgraf Karl Gustav für Schweden und Ottavio Piccolomini für den Kaiser wurde die neue Friedensordnung sichergestellt und feierlich inszeniert.