Naimanen

Naimanen war der Name einer mittelalterlichen Stammesföderation, die in den Steppengebieten Zentralasiens lebte. Dort führten sie diplomatische Beziehungen zu den Kara Kitai, waren aber auch zeitweilig diesen untertan.

Anfang des 13. Jahrhunderts waren sie anfänglich Verbündete Dschingis Khans und wurden von diesem in seinem Kampf um die Vorherrschaft über die Steppenvölker unterworfen und seinem Reich eingegliedert. Kütschlüg, Sohn des letzten unabhängigen Khans der Naimanen, floh zu den Kara Kitai und wurde deren Herrscher, ehe er 1218 von den Mongolen besiegt und getötet wurde. Im Mongolenreich spielten Heerführer naimanischer Abstammung später eine wesentliche Rolle.