Neographie
Neographie (altgriechisch νέος néos „neu, frisch“ und -graphie; sinngemäß „Neuschreiberei“) steht allgemein für die Abweichung von einer vorherrschenden Schreibart. Derjenige, der sie anwendet, wird als Neograph („Neuschreiber“) bezeichnet. Die Neographie kann sich auf die abweichende Schreibweise von Wörtern, Notationen und Ausdrücken beschränken, kann sich jedoch auch auf das Schreiben abweichender neuer Meinungen und Auffassungen ausdehnen.
- ↑ Johann Daniel Friedrich Rumpf: Vollständiges Wörterbuch zur Verdeutschung der, in unsere Schrift- und Umgangs-Sprache eingeschlichenen, fremden Ausdrücke; nebst Erklärung der wichtigsten sinnverwandten Wörter, 3. Ausgabe, G. Hayn, Berlin 1824; S. 177.
- ↑ Friedrich Erdmann Petri: Gedrängtes Handbuch der Fremdwörter in deutscher Schrift- und Umgangs-Sprache, 4. Auflage, Arnoldische Buchhandlung, Dresden, 1823; S. 381 (Digitalisat, Münchener Digitalisierungszentrum).
- ↑ Heinrich August Pierer (Hrsg.): Encyclopädisches Wörterbuch der Wissenschaften, Künste und Gewerbe, Band 14 (Moehre bis Niemann), Literatur-Comptoir, Altenburg, 1830, S. 552.