Netzlast
Die Netzlast (oder Netzbelastung; englisch network load) ist eine Kennzahl, welche die Auslastung eines Netzwerks zu einem bestimmten Zeitpunkt wiedergibt. Zu den Netzwerken gehören insbesondere im Verkehrswesen das Straßen-, Schienen- und Wasserstraßennetz, im Energiesektor die Versorgungs- (Gasnetz, Stromnetz, Trinkwassernetz, Kanalisation) und Verbundnetze sowie in der Telekommunikation die Rechner-, Telekommunikations- und Verteilnetze. Eine zu niedrige Auslastung kann die Gewinnschwelle des Netzbetreibers unterschreiten und zu Verlusten führen, die zu hohe Auslastung eines Netzes kann bereits eine vermeidbare Netzstörung verursachen. Deshalb ist der Auslastungsgrad eines Netzwerkes (Netzlast) für den Netzbetreiber eine wichtige Kennzahl im Netzmanagement, um Entscheidungen hierauf aufzubauen.
Die Störung in einem Teilbereich eines Netzes kann sich durch den Dominoeffekt auf das gesamte Netzwerk ausdehnen. So führt die Störung in einem Umspannwerk (Netzknoten) zum Stromausfall im betroffenen Stromnetz (Netzwerk) oder der Verkehrsunfall auf einer Straße zum Verkehrsstau in der Region; Stromausfall und Verkehrsunfall sind Netzstörungen. Auch unerwünschte elektrische Spannungen, die an Elektrogeräte übertragen werden, bezeichnet man als Netzstörung. Ein Netzausfall oder Totalausfall liegt vor, wenn die Netzversorgung völlig zusammenbricht.