Neue Mitte Oberhausen

Als die Neue Mitte wird ein ehemaliges Industriegelände in der nordrhein-westfälischen Stadt Oberhausen bezeichnet, das nach Konversion heute als Freizeit- und Einkaufszentrum sowie als Standort für weitere gewerbliche, sportliche und kulturelle Angebote genutzt wird.

Die Neue Mitte Oberhausen fußt auf einem Stadtentwicklungskonzept der frühen 1990er Jahre. Nach diesem Konzept soll die Neue Mitte Oberhausen den Komplex der Gutehoffnungshütte als den alten industriellen Kern der Stadt durch ein neues Stadtzentrum ersetzen. So soll die alte wirtschaftliche Monostruktur dauerhaft überwunden und die gewachsenen Stadt- und Stadtteilzentren in neuer Weise miteinander verbunden werden. Außerdem soll die Neue Mitte Oberhausen der Stadt eine neue wirtschaftliche Grundausrichtung als Einkaufs-, Freizeit- und Tourismusziel sowie als nachhaltiger Gewerbestandort verleihen.

Stimmen im Ruhrgebiet bezeichneten die Neue Mitte als schädlich für den Einzelhandel und die Zentren in Oberhausen und in den Nachbarstädten. Im Jahr 2005 hatte das Oberverwaltungsgericht in Münster im Rahmen von Normenkontrollklagen einiger Nachbarstädte und der Bezirksregierung Düsseldorf zu überprüfen, ob die Planung der Erweiterung des Centro Oberhausen als Einkaufszentrum der Neuen Mitte Oberhausen rücksichtslos ist. Das Gericht verneinte dies entschieden und wies die Klagen zurück.

  1. Az. 10 D 145/04.NE (BR Düsseldorf), 10 D 148/04.NE (Bottrop), 10 D 153/04.NE (Dinslaken), 10 D 154/04.NE (Essen), 10 D 155/04.NE (Gelsenkirchen), siehe auch Gegner der Centro-Erweiterung unterliegen, Presseerklärung des Oberverwaltungsgerichts für das Land Nordrhein-Westfalen vom 6. Juni 2005, abgerufen am 22. Januar 2026