Neuer Atheismus

Als Neuer Atheismus wird eine atheistische Bewegung des 21. Jahrhunderts bezeichnet, die ein humanistisches und naturalistisches Weltbild vertritt.

Ausgelöst wurde diese atheistische Bewegung im Wesentlichen als Gegenbewegung zum religiösen Fundamentalismus. Sie erhielt vor allem durch einige sehr populäre Bücher breite Aufmerksamkeit. Diese Bücher kritisieren, dass von Religion­sanhängern oft irrationale Argumente vorgebracht werden, und setzen sich für eine von Vernunft und Verstand geprägte Welt ein.

Die vier Autoren dieser Bücher werden auch „The Four Horsemen of the Non-Apocalypse“ („Die vier nicht-apokalyptischen Reiter“, zum Begriff siehe unten) genannt und gelten als Vorreiter der neuen atheistischen Bewegung. Sie machten zunächst im englischen Sprachraum von sich reden. Die Bewegung ist inzwischen auch in anderen Ländern einschließlich Deutschland unter diesem Begriff verbreitet.

  1. Vgl. Michael Schmidt-Salomon: Manifest des evolutionären Humanismus. Plädoyer für eine zeitgemäße Leitkultur. Alibri, Aschaffenburg 2006, ISBN 3-86569-011-4.
  2. Vgl. Jack David Eller: Natural Atheism. AAP, Cranford, New Jersey 2004, ISBN 1-57884-920-9.
  3. Buskampagne, online (Memento vom 4. November 2016 im Internet Archive)
  4. Sam Harris (Das Ende des Glaubens, 2004), Richard Dawkins (Der Gotteswahn, 2006), Daniel Dennett (Den Bann brechen: Religion als natürliches Phänomen, 2006), Christopher Hitchens (Der Herr ist kein Hirte – Wie Religion die Welt vergiftet, 2007).