Neusiedler See

Neusiedler See
Satellitenfoto des Neusiedler Sees
Geographische Lage Nordburgenland, Westtransdanubien
Zuflüsse Wulka, Rákos-patak, Kanäle
Abfluss Einser-Kanal (künstlich)
Orte am Ufer Neusiedl am See, Podersdorf am See, Rust, Purbach
Daten
Koordinaten 47° 49′ N, 16° 45′ O
Höhe über Meeresspiegel 115 m ü. A.
Fläche 320 km², davon 180 km² Schilfgürtel
Länge 36 km
Breite 14 km
Volumen 320 Mio. m³
Maximale Tiefe 1,8 m
Mittlere Tiefe 1,0 m
Einzugsgebiet 1120 km²

Besonderheiten

besonders seicht, langsam verlandend

Der Neusiedler See (ungar. Fertő tó, fertő bedeutet wörtlich „Sumpf“) ist, wie der Plattensee, einer der wenigen Steppenseen in Europa und der größte ohne natürlichen Abfluss ausgestattete See in Mitteleuropa. Er liegt flächenmäßig überwiegend auf österreichischem und zu einem weit geringeren Teil auf ungarischem Staatsgebiet. Der See zeichnet sich durch seinen Schilfgürtel, seine geringe Tiefe und sein mildes, aber windiges Klima aus. Seine einzigartige Fauna und Flora wird durch die Errichtung der beiden Nationalparks Neusiedler See-Seewinkel und Fertő-Hanság sowie durch die Ernennung zum UNESCO-Welterbe mit der Bezeichnung Kulturlandschaft Fertő/Neusiedler See geschützt.

Der österreichische Teil des Sees ist überwiegend Eigentum der Familie Esterházy; kleinere Teile gehören den Anrainergemeinden. Der See ist wegen der globalen Erwärmung zunehmend von seiner Austrocknung bedroht.

Auf österreichischem Gebiet ist der Neusiedler See samt einer rundumlaufenden Zone, die östlich breiter ist und hier den österreichischen Teil des Nationalparks Neusiedler See-Seewinkel einschließt, gemäß den Luftverkehrsregeln 2014 wegen des Natur- und Vogelschutzgebiets ein Flugbeschränkungsgebiet mit allgemeinem Flugverbot von 1. Oktober bis 31. Juli, in einer Flughöhe von 0 (Erdboden) bis in 1500 Fuß (etwa 457 m) Höhe über Grund.

  1. 1 2 3 4 5 6 Institut für Wassergüte: Atlas der natürlichen Seen Österreichs mit einer Fläche ≥ 50 ha. In: Schriftenreihe des Bundesamtes für Wasserwirtschaft, Band 33. Stand 2010 (Online; PDF; 9,0 MB)
  2. Wem gehören „unsere“ Seen? im Kurier 28. Juli 2012, abgerufen am 29. August 2014.
  3. Stephan Löwenstein: Hier fahren nicht mal mehr Tretboote. In: FAZ.net. 22. Juli 2022, abgerufen am 22. Juli 2022.
  4. Anm. Einsatz- und Rettungs- und Militärflüge sind ausgenommen, AustroControl kann Ausnahmen bewilligen, Ausnahmen bestehen für – alte – Modellflugplätze.
  5. Luftverkehrsregeln 2014 ris.bka.gv.at, Flugbeschränkungsgebiet Neusiedler-See (LO R 16), abgerufen am 7. Februar 2021.
  6. Dronespace Austro Control, abgerufen am 7. Februar 2021 – Dronespace App für Android und iOS, https://map.dronespace.at/ für Desktop – blauviolettes Gebiet auf Karte.