Non-photorealistic Rendering
Non-photorealistic Rendering (kurz: NPR) bezeichnet eine Methode zum Erzeugen („Rendern“ oder Bildsynthese) von Computergrafiken, die bewusst nicht dem physikalisch korrekten Abbild eines Modells entsprechen.
Während es Ziel der meisten Algorithmen zum Rendern von Computergrafiken ist, ein Ergebnis zu erzeugen, welches möglichst nahe an das Vorbild eines Fotos gelangt, wird diese Beschränkung beim NPR aufgehoben. Mithilfe derzeitiger Algorithmen ist es so, ausgehend von denselben dreidimensionalen Modellen, beispielsweise möglich, Bilder zu erzeugen, die wie Strichzeichnungen, Aquarelle, Ölgemälde o. ä. aussehen. Diese Art von Algorithmen, die geometrisch korrekte Formen nicht fotorealistisch darstellen, sind am häufigsten vertreten und (zumeist) auch als rein bildbasierte Varianten (also ohne Betrachtung der zugrundeliegenden Geometrie) möglich. Es gibt jedoch auch weitere Bereiche des NPR wie z. B. nicht fotorealistische Beleuchtung oder nicht fotorealistische Projektion: hierbei wird mit optischen Gesetzen gebrochen und so Darstellungen ermöglicht, die in der Realität physikalisch unmöglich sind. Beispiele hierfür sind inverse Perspektive (parallele Linien divergieren, Objekte werden mit zunehmender Entfernung von der Kamera größer), mehrere Kamerastandpunkte, die in einem Bild vereint sind, nicht planare Projektionsflächen.