Nichtsättigungsaxiom
Das Nichtsättigungsaxiom (englisch non-saturation) in der Volkswirtschaftslehre besagt, dass Wirtschaftssubjekte von einem begehrten Gut oder einer begehrten Dienstleistung lieber mehr als weniger konsumieren wollen. Ein Axiom ist in diesem Zusammenhang eine grundlegende Tatsache, die selbst nicht mehr bewiesen wird, von der die Erklärung jedoch ihren Ausgangspunkt nimmt. Axiom ist auch eine Hypothese, die entweder empirisch gut fundiert oder nicht weiter begründbar und zentraler Bestandteil einer darauf beruhenden Theorie ist.
Hinter dem Nichtsättigungsaxiom steht die Annahme, dass der Konsument bei seinem Konsumverhalten niemals wunschlos glücklich sein könne: ein Mehr ist immer besser. Das Axiom der Nichtsättigung gehört zur Nutzentheorie und beruht auf der Annahme, dass Personen fähig sind, eine Präferenz zwischen zwei oder mehr Güterbündeln (etwa den Waren in einem Einkaufswagen) der Kaufentscheidung zugrunde zu legen.