Niedersächsisch
| Niedersächsisch | ||
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Gesprochen in |
Deutschland, Niederlande | |
| Linguistische Klassifikation |
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Niedersächsisch (in den Niederlanden Nedersaksisch) bildet einen Teil des Dialektkontinuums im Nordwesten Deutschlands und im Nordosten der Niederlande.
Weil es geografisch im westlichen Teil des niederdeutschen Sprachraums liegt, wird es auch als Westniederdeutsch bezeichnet; das Pendant dazu ist dann der östliche Teil des niederdeutschen Sprachraums, das Ostniederdeutsche. Das Niederdeutsche wird in das Nördliche Niederdeutsch und das Südliche Niederdeutsch unterteilt. Der zunehmende Bildungsgrad weiter Teile der Bevölkerung im 19. und 20. Jahrhundert und die Verbreitung und Verwendung der Standardsprachen als Amts-, Unterrichts- und Mediensprache in allen Bevölkerungsschichten bedrohte zunehmend die Dialekte und damit auch das Kontinuum, das heute nur noch teilweise und in unterschiedlichen Stadien des Verfalls erhalten geblieben ist.
Das Niedersächsische in den Niederlanden (Nedersaksisch) mit Standardniederländisch als Schrift- und Dachsprache wird oft als Ostniederländisch bezeichnet. Das heutige Niedersächsisch ist aus den Mundarten des Altsächsischen entstanden.
Sein ursprüngliches Sprachgebiet ist der Nordwesten des heutigen Deutschland und der Nordosten der heutigen Niederlande. Das Ostniederdeutsche mit seinen niederfränkischen Spracheinflüssen wird nicht dem Niedersächsischen zugeordnet. Die Bezeichnung Plattdeutsch oder kurz Platt findet man jedoch auch bei niederfränkischen und mitteldeutschen Mundarten, etwa dem Nordhessischen.
- ↑ Jan Goossens: Deutsche Dialektologie, Kapitel „Deutsche Dialektologie“. De Gruyter (Sammlung Göschen), 1977, ISBN 3-11-007203-3, S. 48.
- ↑ Jan Goossens: Niederländische Mundarten – vom Deutschen aus gesehen. In: Niederdeutsches Wort. Kleine Beiträge zur niederdeutschen Mundart- und Namenskunde, Bd. 10. Verlag Aschendorff, Münster 1970, S. 78.
- ↑ C. Hoppenbrouwers, G. Hoppenbrouwers: De indeling van de Nederlandse streektalen: dialecten van 156 steden en dorpen geklasseerd volgens de FFM. Uitgeverij Van Gorcum, Assen 2001, S. 56–60.
- ↑ Rebekka Knoll: Sprechet dä dann Platte? Warum unser Dialekt wieder modern ist. In: HNA. 21. Februar 2018, abgerufen am 3. Juni 2023.