Nierenkrebs
| Klassifikation nach ICD-10 | |
|---|---|
| C64 | Bösartige Neubildung der Niere, ausgenommen Nierenbecken |
| C65 | Bösartige Neubildung des Nierenbeckens |
| ICD-10 online (WHO-Version 2019) | |
| Klassifikation nach ICD-11 | |
|---|---|
| 2C90 | Bösartige Neubildungen der Niere, ausgenommen Nierenbecken |
| 2C90.0 | Nierenzellkarzinom der Niere, ausgenommen Nierenbecken |
| 2C90.Y | Sonstige näher bezeichnete bösartige Neubildungen der Niere, ausgenommen Nierenbecken |
| 2C90.Z | Bösartige Neubildungen der Niere, ausgenommen Nierenbecken, nicht näher bezeichnet |
| 2C91 | Bösartige Neubildungen des Nierenbeckens |
| 2C91.0 | Urothelkarzinom des Nierenbeckens |
| 2C91.Y | Sonstige näher bezeichnete bösartige Neubildungen des Nierenbeckens |
| 2C91.Z | Bösartige Neubildungen des Nierenbeckens, nicht näher bezeichnet |
| 2E00 | In der Niere oder im Nierenbecken lokalisierte Metastase einer bösartigen Neubildung |
| ICD-11: Englisch • Deutsch (Vorabversion) | |
Nierenkrebs ist die Bezeichnung für einen bösartigen Nierentumor. Bei Erwachsenen ist mit 90 % das Nierenzellkarzinom (Synonyme: Nierenkarzinom, Adenokarzinom der Niere, veraltet: Hypernephrom, hypernephroides Karzinom, Grawitz-Tumor) am häufigsten, welches von den proximalen Tubuluszellen (Epithelzellen) ausgeht (und nicht, wie Grawitz, der Entdecker des Hypernephroms, fälschlich annahm, von der Nebenniere). Im Kindesalter treten Nephroblastome, Lymphome und Sarkome der Niere häufiger auf.
Nierenkrebs ist eine relativ seltene Tumorerkrankung (1 bis 2 % aller bösartigen Tumoren), in Deutschland erkranken neu etwa 9500 Männer bzw. 5500 Frauen pro Jahr (Stand 2014). Die Nierentumoren werden in gutartige (benigne) und bösartige (maligne) eingeteilt. Bösartige Nierentumoren entwickeln sich überwiegend im sechsten und siebenten Lebensjahrzehnt.
- ↑ Maxim Zetkin, Herbert Schaldach: Lexikon der Medizin. 16. Auflage. Ullstein Medical, Wiesbaden 1999, ISBN 3-86126-126-X, S. 1409.
- ↑ Krebs – Krebs in Deutschland 2013/2014 - Häufigkeiten und Trends. (PDF) gemeinsame Veröffentlichung des Robert Koch-Instituts und der Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister in Deutschland e. V., S. 100–103, abgerufen am 10. Oktober 2018.
- ↑ Willibald Pschyrembel: Klinisches Wörterbuch. 267. Auflage, de Gruyter, Berlin/Boston 2017, ISBN 978-3-11-049497-6, S. 1270.