Ninšubur

Ninšubur (𒀭𒎏𒋚 dNIN.ŠUBUR sumerisch Uruinimgina, "Herrin von Subartu" oder "Herrin der Diener"), auch Ninšubura genannt, war eine mesopotamische Göttin, die als Sukkal (göttliche Dienerin) der Göttin Inanna galt. Während man sich einig ist, dass Ninšubur in diesem Zusammenhang als weiblich angesehen wurde, wurde die Gottheit in anderen Fällen als männlich betrachtet, möglicherweise aufgrund von Synkretismus mit anderen göttlichen Boten, wie z. B. Ilabrat. In den bekannten Quellen gibt es keine gesicherten Informationen über ihre Genealogie, und sie galt in der Regel als unverheiratet. Als Sukkal fungierte sie sowohl als Botengottheit als auch als Vermittlerin zwischen anderen Mitgliedern des Pantheons und menschlichen Bittstellern.

Aufgrund des Glaubens, dass sie bei höherrangigen Gottheiten Fürsprache einlegen konnte, war Ninšubur in der Alltagsreligion sehr beliebt, und es sind viele theophorische Namen und andere Hinweise auf persönliche Verehrung bekannt. Ihr ursprüngliches Kultzentrum war laut einer sumerischen Tempelhymne der Ort Akkil, aber bereits in frühdynastischer Zeit wurde sie im nahe gelegenen Uruk und Lagaš verehrt. Mehrere Könige in diesem Gebiet betrachteten sie als ihre persönliche Gottheit. Während der Ur III Periode ist auch eine Verehrung in Ur nachweisbar. Weitere Städte, in denen Ninšubur verehrt wurde, sind Adab, Nippur, Malgium und andere.

  1. Wolkstein; Kramer 1983, S. 193
  2. Wiggermann 2019, S. 490ff
  3. Asher-Greve; Westenholz 2013, S. 18ff.
  4. Sjöberg; Bergmann 1996, S30.