Nokia

Nokia Oyj
Rechtsform Osakeyhtiö
(Aktiengesellschaft)
ISIN FI0009000681
Gründung 1865 / 1967
Sitz Espoo, Finnland Finnland
Leitung
  • Justin Hotard (CEO)
Mitarbeiterzahl 78.400 (Ø 2024)
Umsatz 19,2 Mrd. Euro (2024)
Branche Netzwerktechnik/Telekommunikation, Datendienste
Website www.nokia.com
Stand: Januar 2026

Die Nokia Corporation (finnisch: Nokia Oyj [ˈnɔkiɑ] schwedisch: Nokia Abp, auch Nokia genannt) ist ein finnischer multinationaler Konzern für Telekommunikations- und Informationstechnologie, der 1865 gegründet wurde. Der Hauptsitz von Nokia befindet sich in Espoo, im Großraum Helsinki, aber die eigentlichen Wurzeln des Unternehmens liegen in der Region Tampere in Pirkanmaa. Im Jahr 2020 beschäftigte Nokia rund 92.000 Mitarbeiter in über 100 Ländern, war in mehr als 130 Ländern tätig und erzielte 2024 einen Jahresumsatz von rund 19 Milliarden Euro. Nokia ist eine Aktiengesellschaft, die an der Nasdaq Helsinki und der New York Stock Exchange notiert ist. Laut Fortune Global 500 war das Unternehmen gemessen am Umsatz 2016 das 415. größte Unternehmen der Welt und belegte 2009 den 85. Platz. Das Unternehmen war bis 2025 Bestandteil des Börsenindex Euro Stoxx 50.

Das Unternehmen war in seiner über 150-jährigen Geschichte in verschiedenen Branchen tätig. 1865 als Zellstofffabrik und Holzstoffhersteller gegründet, war es lange Zeit mit Gummi und Kabeln verbunden, bevor man sich ab den 1970er-Jahren zu einem Mischkonzern und Telekommunikationsunternehmen wandelte. Nokia leistete einen bedeutenden Beitrag zur Mobilfunkindustrie und war an der Entwicklung der GSM-, 3G- und LTE-Standards beteiligt. Zwischen 1998 und 2011 war Nokia der weltweit größte Anbieter von Mobiltelefonen und Smartphones. Auf seinem Höhepunkt im Jahr 2000 machte Nokia 4 % des finnischen BIP, 21 % der gesamten Exporte des Landes und 70 % des Marktkapitals des Nasdaq Helsinki aus.

Nachdem 2007 das iPhone und ein Jahr später das erste Android Phone auf den Markt gekommen waren, musste Nokia auch aufgrund einer Reihe schlechter Managemententscheidungen bald einen drastischen Rückgang seines Anteils am Mobiltelefonmarkt hinnehmen. Anfang 2011 versuchte man durch eine Partnerschaft mit Microsoft für das Betriebssystem Windows Phone die Trendwende. Die Partnerschaft endete 2014 mit dem Verkauf der Nokia-Mobiltelefonsparte an Microsoft. Dort wurde sie in Microsoft Mobile eingegliedert. Microsoft beendete die Produktion seiner Lumia-Reihe schließlich im Jahr 2016. Nur ein Jahr später kehrte die Marke Nokia allerdings auf den Handy- und Smartphone-Markt zurück. Der finnische Elektronikhersteller HMD Global bietet im Rahmen einer Lizenzvereinbarung Smartphones und Feature-Phones unter der Marke Nokia an, die unter anderem auf Android basieren und von Foxconn produziert werden. Im März 2024 wurde bekannt, dass künftig keine Geräte mehr unter dem Namen Nokia gebaut werden. Vielmehr sollen sie unter dem eigenen Markennamen HMD verkauft werden. Darüber hinaus lizenziert Nokia die Rechte an seiner Marke für andere Consumer-Produkte an diverse Unternehmen. Auf diese Weise sind bereits Fernseher, Set-Top-Boxen, Laptops und Kopfhörer erschienen.

Unter anderem mit der kompletten Übernahme des bisher zu 49 % Siemens gehörenden Joint Venture Nokia Siemens Networks begann Nokia selbst ab den 2010er-Jahren, sich wieder stärker auf sein Telekommunikationsinfrastrukturgeschäft zu konzentrieren. Teil dieses Kurses waren auch die Veräußerung des Kartendiensts Here-Maps und die Übernahme von Alcatel-Lucent im Jahr 2016. 2018 stieg Nokia zum weltweit größten Netzwerkausrüster vor Ericsson, Huawei und ZTE auf. Das Unternehmen betreibt mit den Nokia Bell Labs eine der bedeutendsten Forschungs- und Entwicklungsabteilungen der Welt, deren Mitarbeiter bereits neun Nobelpreise gewonnen haben. Darüber hinaus ist Nokia weiterhin ein wichtiger Patentlizenzgeber für nahezu alle großen Mobiltelefonhersteller.

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