Skandinavische Literatur
Skandinavische Literatur auch Nordische Literatur ist die Literatur in den Sprachen der nordischen Länder. Dazu zählen Dänemark, Finnland, Island, Norwegen und Schweden, die autonomen Gebiete Åland, Färöer und Grönland sowie Sápmi. Die Mehrheit dieser Nationen und des Gebietes sprechen nordgermanische Sprachen.
Die skandinavischen Völker haben eine bedeutende und einflussreiche Literatur hervorgebracht. Der norwegische Dramatiker Henrik Ibsen popularisierte das moderne realistische Drama in Europa, mit Stücken wie Die Wildente und Nora oder ein Puppenheim. Der Literaturnobelpreis wurde Bjørnstjerne Bjørnson, Selma Lagerlöf, Verner von Heidenstam, Karl Adolph Gjellerup, Henrik Pontoppidan, Knut Hamsun, Sigrid Undset, Erik Axel Karlfeldt, Frans Eemil Sillanpää, Johannes V. Jensen, Pär Lagerkvist, Halldór Laxness, Nelly Sachs, Eyvind Johnson, Harry Martinson, Tomas Tranströmer und Jon Fosse verliehen.
Seit den 1990er Jahren ist ein Boom der nordischen Literatur auf dem deutschen Markt zu verzeichnen, beginnend mit Sofies Welt von Jostein Gaarder und Fräulein Smillas Gespür für Schnee von Peter Høeg. Viele Bestseller aus Dänemark, Island, Norwegen und Schweden folgten – darunter Romane von Jussi Adler-Olsen, Marianne Fredriksson, Arnaldur Indriðason, Jonas Jonasson, Stieg Larsson, Henning Mankell und Jo Nesbø.
- ↑ Im geographischen Sinne umfasst Skandinavien nur die skandinavische Halbinsel; Linguisten und Kulturgeographen zählen auch Dänemark hinzu. Siehe auch den Kommentar der Botschaft von Finnland in Deutschland (2005):
- ↑ Wilhelm Friese Nordische Literaturen im 20. Jahrhundert. Stuttgart: Kröner, cop. 1971.
- ↑ Elisabeth Böker: Skandinavische Bestseller auf dem deutschen Buchmarkt. Analyse des gegenwärtigen Literaturbooms. Würzburg 2018.