Nordkosovo
Als Nordkosovo (albanisch Kosova Veriore, serbisch Северно Косово Severno Kosovo) wird in der Regel das überwiegend von Serben bewohnte Gebiet im Norden des Kosovo bezeichnet. Es umfasst die vier Gemeinden Nord-Mitrovica, Leposavić, Zvečan und Zubin Potok mit einer Gesamtfläche von etwa 1.300 km², was rund 12 % des kosovarischen Staatsgebiets entspricht. Die Region zählt rund 50.000 Einwohner, von denen die Mehrheit der serbischen Volksgruppe angehört. Den politischen Verband dieser Gemeinden bezeichnet man ebenfalls als Nordkosovo. Topografisch wird Nordkosovo durch die Gebiete des Kopaonik-Gebirges nördlich des Amselfeldes bestimmt.
In den letzten Jahren kam es im Nordkosovo vermehrt zu Spannungen zwischen der serbischen Minderheit und der Regierung in Pristina. Trotz internationaler Vermittlungsversuche eskalierten mehrfach Konflikte, wie etwa im September 2023 in Banjska. Die kosovarische Regierung unter Albin Kurti verstärkte zudem ihre Bemühungen, das Gebiet stärker in die staatlichen Strukturen zu integrieren, was teils auf heftigen Widerstand stieß. Die Sicherheitslage bleibt angespannt.
- ↑ ruft nach Kämpfen zu Dialog auf. In: tagesschau.de. 25. September 2023, abgerufen am 5. April 2025.