Nordmärkisch
Nordmärkisch ist der niederdeutsche Dialekt der Altmark, Prignitz, Ruppin und Uckermark, und bildet gemeinsam mit dem Mittelmärkischen die noch heute gesprochenen Dialekte des Märkischen. Im Süden wird es durch das Mittelmärkische begrenzt, im Südwesten durch das Elbostfälische, im Westen durch westniederdeutsche Mundarten und im Norden durch das Mecklenburg-Vorpommersche. Die Mundart der Prignitz ist nach Seelmann (1925) und Donath und Brettschneider (1961) nordmärkisch, besitzt aber regional Merkmale eines Übergangsdialektes zum Mecklenburg-Vorpommerschen. Nordmärkische Sondermundarten bestehen nach Seelmann (1925) um die Stadt Lenzen, sowie zwischen Rathenow und Havelberg („Schollensche Mundart“). Zum Teil wird auch das nah verwandte Mittelpommersche, das in der nördlichen und östlichen Uckermark sowie in Ostvorpommern gesprochen wird, noch zum Nordmärkischen gerechnet.
- 1 2 Rolf Bock, Helmut Langner: Zur Geschichte, Gliederung und zu wichtigen Merkmalen der märkischen Dialekte. In: WZ PH Potsdam. H. 2. Potsdam 1989, S. 238.
- ↑ W. Hartung, H. Schönfeld (Hrsg.): Kommunikation und Sprachvariation (Vol. 17). Akademie-Verlag, Berlin 1981, S. 154 f. Zitiert nach Rolf Bock, Helmut Langner: Zur Geschichte, Gliederung und zu wichtigen Merkmalen der märkischen Dialekte. In: WZ PH Potsdam. H. 2. Potsdam 1989, S. 234. Dort wird eine Karte reproduziert.
- 1 2 Wilhelm Seelmann (1925), Das Mittelmärkische und das Havelländische. Jahrbuch des Vereins für Niederdeutsche Sprache 51, S. 77-90. zitiert nach Anneliese Bretschneider/Joachim Donath: Volkssprache und Mundartforschung in der Prignitzer Sprachlandschaft. In: Pritzwalk und Prignitz. Pritzwalk 1961, S. 62
- ↑ G. Bergemann: Mundarten und Mundartforschung. VEB Bibliographisches Institut, Leipzig 1964, S. Karte S. 67, nach Mitzka und Schwarz.