Normaldruckhydrozephalus
| Klassifikation nach ICD-10 | |
|---|---|
| G91.2 | Normaldruckhydrozephalus |
| ICD-10 online (WHO-Version 2019) | |
| Klassifikation nach ICD-11 | |
|---|---|
| 8D64.04 | Normaldruckhydrozephalus |
| 6D85.6 | Demenz durch Normaldruckhydrozephalus |
| ICD-11: Englisch • Deutsch (Vorabversion) | |
Beim Normaldruckhydrozephalus oder Normaldruckhydrocephalus (auch Altershirndruck; Abkürzung NPH von englisch normal pressure hydrocephalus) handelt es sich um einen Hydrocephalus, bei dem der Hirndruck (der Druck innerhalb der Liquorräume, in denen der Liquor cerebrospinalis zirkuliert) nur kurzzeitig, insbesondere nachts, erhöht ist.
Es wird der primäre oder idiopathische Normaldruckhydrozephalus mit unbekannter Ursache von sekundären Formen unterschieden, die vor allem durch Resorptionsstörungen des Liquor cerebrospinalis verursacht werden. Bei einem Normaldruckhydrozephalus kommt es zu einer typischen Trias (Hakim-Trias) aus drei Symptomen: Gangstörung, Demenz und Harninkontinenz.
Ohne eine Behandlung führt die Erkrankung früher zu einer Pflegebedürftigkeit und Mortalität, die Patienten werden tendenziell gehunfähig, rollstuhlpflichtig und bettlägerig und schwer dement. Laut Kiefer und Unterberg wird bei 80 % der Patienten diese Krankheit nicht erkannt und diese nicht behandelt.
- ↑ Uwe Kehler, Elke Hattingen: Normaldruckhydrozephalus In: Geriatrie up2date, 2023, Band 5, S. 191, Abschnitt Grundlagen, Unterabschnitt Definition und Epidemiologie, letzter Satz, ISSN 2627-0889. DOI:10.1055/a-2089-3997.
- ↑ Uwe Kehler, Elke Hattingen: Normaldruckhydrozephalus In: Geriatrie up2date, 2023, Band 5, S. 192, Abschnitt Grundlagen, Unterabschnitt Klinik, ISSN 2627-0889. DOI:10.1055/a-2089-3997.
- ↑ Michael Kiefer, Andreas Unterberg: Differenzialdiagnose und Therapie des Normaldruckhydrozephalus Abschnitt „Hintergrund“. In: Deutsches Ärzteblatt, 2012, abgerufen am 3. Februar 2024.