Nouvelle Théologie

Die Nouvelle Théologie (französischsprachige Übernahme des älteren Begriffs „Neue Theologie“) war eine Richtung innerhalb der französischen katholischen Theologie seit den 1930er-Jahren. Sie wollte vor dem Hintergrund der zeitgenössischen Philosophie und in kritischer Auseinandersetzung mit der Neuscholastik geschichtliches Denken und die biblisch-patristische Tradition stärker in die Theologie einbringen.

  1. Nachdem schon Erich Przywara 1926 für den deutschsprachigen Raum den Begriff „Neue Theologie“ geprägt hatte (Stimmen der Zeit. Band 111, 1926, 428–443), wurde im französischen Raum die Bezeichnung „Nouvelle Théologie“ seit 1942 zunächst negativ-kritisch gegen diese theologische Richtung verwendet (vgl. Pietro Parente in: Osservatore Romano. Band 82, 9./10. Februar 1942, n. 33,1; Pius XII.: Ansprache an die 29. General-Kongregation der SJ. 1946), ist inzwischen aber zur gängigen Bezeichnung geworden.
  2. „Es handelt sich bei der NTh. um keine Schule im strengen Sinn, sondern um selbständige, miteinander in unterschiedlich nahem Kontakt stehende Theologen […]“ (Albert Raffelt: Nouvelle Théologie. In: LThK3. Band 7, Sp. 935–937, hier Sp. 935).