Novus ordo missae

Der Begriff Novus ordo missæ („neue Ordnung der Messe“) bezeichnet das Ergebnis der Reform der heiligen Messe im Zuge des Zweiten Vatikanischen Konzils im römischen Ritus. Novus ordo missæ wird dabei oftmals in Abgrenzung zur sogenannten „alten Messe“ verwendet, und zwar sowohl von Kritikern der Liturgiereform als auch von maßgeblich an ihr beteiligten Theologen und Liturgiewissenschaftlern. Papst Paul VI. benutzte den Begriff in einer Ansprache 1976 für die nach den Vorgaben des Konzils erneuerte Liturgie, die für Priester und Gläubige genauso verbindlich sei wie seinerzeit die Änderungen Papst Pius’ V. nach dem Konzil von Trient. Im Gegensatz dazu wird der Begriff von Kritikern der Reform und Traditionalisten meist pejorativ gebraucht.

  1. Josef A. (Josef Andreas) Jungmann: The Mass : an historical, theological, and pastoral survey. Collegeville, Minn. : Liturgical Press, 1976, ISBN 978-0-8146-0887-6 (archive.org [abgerufen am 11. Februar 2025]).
  2. Ansprache Paul VI. am 24. März 1976. Abgerufen am 4. April 2024.