Nuklearstrategie

Eine Nuklearstrategie oder nukleare Verteidigung oder nukleare Abschreckung ist ein militärisch-strategisches Konzept bzw. eine Militärstrategie, die den angedrohten oder tatsächlichen Einsatz von Kernwaffen zu sicherheitspolitischen Zwecken beschreibt. Nuklearstrategien existieren seit Beginn des Atomzeitalters, genauer gesagt seit der militärischen Nutzung der Kernenergie.

Die nuklearen Strategien unterscheiden sich daher von den konventionellen. Diese Konzepte waren in den USA zunächst auch bekannt als Kriegspläne. Neben der konventionellen, taktischen oder Gefechtsfeld-Abschreckung gibt es die strategische Abschreckung (z. B. nukleare Abschreckung). Dabei stärkt jede Stufe die vorherige.

Staaten, die Kernwaffen besitzen (viz. Atommächte), erarbeiten Nuklearstrategien und halten sie seit dem Kalten Krieg (ab 1947) bis ins 21. Jahrhundert auf dem neuesten Stand. Die theoretische Planung wird in der Regel von speziellen militärischen Einheiten durchgeführt. Eine integrierte Struktur gewährleistet den Betrieb der Waffensysteme bzw. der offensiven Atomstreitkräfte. Im Falle der USA erfolgt dies unter der Leitung der United States Strategic Command (USSTRATCOM).

Akademische Beiträge zur Strategie kommen auch von verteidigungsnahen Beratungsorganisationen, wie z. B. der RAND Corporation in den USA.