Oberhafen

Der Oberhafen ist ein Hafenbecken in Hamburg. Er liegt östlich des Ericusgrabens und parallel zum Baakenhafen bzw. zur Norderelbe. Nach ihm ist zudem das angrenzende Quartier der HafenCity benannt, das aus alten Bahnanlagen zu einem „Kreativquartier“ entwickelt wird.

Der Oberhafen ist kein künstlich ausgehobenes Hafenbecken, sondern Teil eines natürlichen Elbarms, der die Insel Grasbrook vom Festland trennte und auch den heutigen Zollkanal und den Oberhafenkanal umfasst. Im Zuge des Freihafenausbaus am Ende des 19. Jahrhunderts wurde dieser Elbarm auf seine heutige Breite ausgebaut und vertieft und zugleich seine Uferläufe begradigt und mit Kaianlagen befestigt. Der Name Oberhafen verweist auf die Lage oberhalb des Oberbaums, der bis ins 19. Jahrhundert hinein auf Höhe des Deichtores (später etwa bei der Brandshofer Schleuse) die Einfahrt in das befestigte Stadtgebiet sicherte. Sein geografisches Gegenstück ist der Niederhafen unterhalb des Niederbaums am Baumwall. Im Gegensatz zum seeschifftauglichen Niederhafen diente der Oberhafen jedoch nahezu ausschließlich der Abfertigung von Binnenschiffen, die Hamburg vom Oberlauf der Elbe und ihrer Nebenflüsse her anliefen.