Oberwähr

Die Oberwähr, auch als Oberwähre bezeichnet, ist ein Begriff der spätmittelalterlichen Doppelwährung, der in das Münzsystem Sachsens und Thüringens mit der Münzreform von 1444 eingeführt wurde. Die guthaltigen silbernen Oberwährgroschen waren eine harte Währung, die hauptsächlich für den auswärtigen Handel geschaffen wurde. Im Gegensatz dazu dienten die geringerwertigen Beiwährgroschen dem allgemeinen Geldverkehr im Land und dem Ankauf des erzgebirgischen Grubensilbers.

  1. Helmut Kahnt: Das große Münzlexikon von A bis Z (2005), S. 321: Oberwähr
  2. Walther Haupt: Sächsische Münzkunde (1974), S. 70