Offiziersstellvertreter
| Österreichisches Bundesheer — Offiziersstellvertreter — | |
|---|---|
| Anzug 75 / 03 | Rockkragen | Tellerkappe | |
| Dienstgradgruppe | Stabsunteroffiziere |
| NATO-Rangcode | OR-9 |
| Dienstgrad Heer/Luftwaffe | Offiziersstellvertreter |
| Dienstgrad Marine | keiner |
| Abkürzung (in Listen) | OStv |
| Besoldungsgruppe | ... |
Offiziersstellvertreter (OStv) ist der zweithöchste Dienstgrad für höhere Unteroffiziere (Stabsunteroffiziere) des Österreichischen Bundesheeres. Offiziersstellvertreter werden als Zugskommandant verwendet. Der Dienstgrad war der höchste Unteroffiziersgrad, den Zeitsoldaten alter Art (d. h. vor Einführung der MZ = Militärperson auf Zeit) erlangen konnten (für die Beförderung zum Vizeleutnant ist u. a. eine Gesamtdienstzeit von mindestens 15 Jahren notwendig; nachdem für Zeitsoldaten nach alter Art nur eine maximale Verpflichtungsdauer von 15 Jahren möglich war, konnten diese Zeitsoldaten die für den Vizeleutnant notwendige Mindest-Gesamtdienstzeit niemals erreichen).
In Auslandseinsätzen wird er auf Englisch als Warrant Officer II (WO) bezeichnet. Gemäß dem NATO Rank Class System entspricht ihm der Bundeswehrdienstgrad Oberstabsfeldwebel (NATO-Code: OR-9).
Im Heer des Deutschen Kaiserreichs war die Position indes eine Dienststellung, kein Dienstgrad, und fiel 1920 endgültig weg. Die Schreibweise in Deutschland war ohne Fugenzeichen, also mit nur einem „s“: Offizierstellvertreter [OffzStv] (siehe unten).
- ↑ Die Dienstgrade im internationalen Vergleich (NATO rank class system) (Internetseite des Bundesministeriums für Landesverteidigung, engl.), aufgerufen am 16. April 2026