Olfaktorische Referenzstörung
| Klassifikation nach ICD-11 | |
|---|---|
| 6B22 | Olfaktorische Referenzstörung |
| 6B22.0 | Olfaktorische Referenzstörung mit mittelmäßiger bis guter Krankheitseinsicht |
| 6B22.1 | Olfaktorische Referenzstörung mit schlechter bis fehlender Krankheitseinsicht |
| 6B22.Z | Olfaktorische Referenzstörung, nicht näher bezeichnet |
| ICD-11: Englisch • Deutsch (Vorabversion) | |
Die Olfaktorische Referenzstörung (ORS), früher auch Eigengeruchswahn genannt, bezeichnet eine psychische Erkrankung bei der betroffene Personen die Befürchtung haben, einen unangenehmen Körper- und/oder Mundgeruch (siehe auch Halitophobie) zu verbreiten, wobei andere Menschen diesen Geruch nicht wahrnehmen können.
Im ICD-11 ist die ORS zum ersten Mal als eigenständige Störung aufgeführt und dem Kapitel Zwangsstörungen und verwandte Störungen zugeordnet.
In der Literatur wurden Aspekte dieser Störung ursprünglich unter der kulturspezifischen japanischen Auffälligkeit Taijin Kyōfushō beschrieben. In englischsprachigen Publikationen wurde sie erstmals 1971 als Olfactory Reference Syndrome eingeführt.